Immobilien attraktiv, Lebensversicherungen kaum

1024 576 Wolfgang Stabauer

Den Österreichern erscheinen, unabhängig von der tatsächlichen Nutzung, vor allem Haus, Eigentumswohnung und Grundstückskauf als besonders interessante Spar- und Anlageformen. Dies geht aus dem neuesten GfKStimmungsbarometer hervor. Lebensversicherungen und Vorsorge in Form einer privaten Zusatzpension bilden unter den zwölf „Investment“-Arten die Schlusslichter. Das „Zuhause-Sparen“ könnte den Plafond erreicht haben.

„Abgesehen davon, wie Sie selbst gerade sparen oder Geld anlegen, welche dieser Möglichkeiten, Geld zu sparen oder anzulegen, halten Sie derzeit für besonders interessant?“

Diese Frage stellt die GfK Austria GmbH (http://www.gfk.at/) jährlich 2.000 Personen in Österreich anhand einer Liste von Spar- und Anlageformen. Am Dienstag haben die Marktforscher die Auswertung für das zweite Quartal veröffentlicht. Die Ergebnisse zeigen, dass die Bevölkerung „nach wie vor großes Interesse an ‚handfesten‘ Spar- und Anlageformen“ hat, wie es GfK formuliert.

Immobilien in Führung

Der Trend hin zu Immobilien als besonders interessant erscheinende Anlageform, der vor etwa eineinhalb Jahren eingesetzt hat, verfestigt sich nämlich weiter. So halten 43 Prozent eine Eigentumswohnung oder ein Haus für „besonders interessant“ – ein Plus von drei Punkten gegenüber dem ersten Quartal 2017 und Platz eins im Ranking der zwölf abgefragten Arten des Sparens und Anlegens. Platz zwei belegt der Grundstückskauf mit 42 Prozent. Das bedeutet gegenüber dem ersten Quartal einen auffallend großen Zuwachs um sechs Punkte. Sozusagen „im Schlepptau“ zieht der Bausparvertrag wieder etwas nach oben. Mit 34 Prozent (+3 Punkte) hält der einstige Spitzenreiter aber doch „Respektabstand“ zu den beiden Erstplatzierten.