Weltweite Wohnraumkrise macht auch vor Österreich nicht halt

1024 576 Roland Kump

Österreich als „Insel der Seligen“ gibt es schon lange nicht mehr. Auch wenn es uns in vielen Dingen besser geht als im internationalen Vergleich, so macht uns hierzulande auch die immer mehr steigenden Kosten fürs Wohnen zu schaffen.

In 56 Ländern von Nordamerika über Europa bis hin zu den Ländern der ehemaligen UdSSR (alles Mitgliedsstaaten der UNECE – der United Nations Economic Commission for Europe) gibt es mehr als 100 Millionen Menschen, die gezwungen sind, für das Wohnen mehr als 40 Prozent ihres Haushaltseinkommens auszugeben. Das ist besorgniserregend.

Maximal ein Drittel des Einkommens fürs Wohnen wäre optimal.

Im Allgemeinen rechnet man damit, dass maximal ein Drittel des Einkommens fürs Wohnen aufgewendet werden sollte, was normalerweise einen guten Richtwert darstellt. Im Umkehrschluss bedeutet dies aber: Wenn das meiste Geld fürs Wohnen aufwendet, dann bleibt weniger übrig, um es für andere Dinge auszugeben. Das ist simple einfache Rechnung. Ausgaben für Essen, für Kleidung, Mobilität, Freizeit und Reisen müssen extrem reduziert werden müssen. Langfristig betrachtet ist dies ein Schaden für die gesamte Wirtschaft. Ein Preistreiber für das Wohnen sind die teilweise auch hohen Energiekosten.

Wohnkosten in Österreich steigend

Seit 2005 steigen die Wohnkosten in Österreich stärker als die Realeinkommen. Das führt dazu, dass heute auch bei uns viele Menschen bereits über 40% ihres Einkommens für das Wohnen benötigen. Im internationalen Vergleich ist die Situation in Österreich was die Leistbarkeit und auch die Zugänglichkeit zu leistbarem Wohnraum betrifft noch relativ gut. Es ist aber auch bei uns dringend notwendig, den Trend zu teurem Wohnraum zu stoppen um mittelfristig wieder deutlich mehr frei verfügbares Einkommen zu haben. Hier ist vor allem die Politik gefragt, entsprechende Rahmenbedingungen zu schaffen.

Prozentueller Anteil der Wohnkosten (Eigentum und Miete) am verfügbaren Haushaltseinkommen

Sample Text

Haushalte „Insgesamt“

2005

Österreich
Deutschland
Schweden
Niederlande
Frankreich

2012

Österreich
Deutschland
Schweden
Niederlande
Frankreich

„Ärmere“ Haushalte

2005

Österreich
Deutschland
Schweden
Niederlande
Frankreich

2012

Österreich
Deutschland
Schweden
Niederlande
Frankreich

Quelle: Eurostat ilc_mded01. Eigene Darstellung.

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